Licher BasketBären-Bayer Giants Leverkusen 94:84 (45:48)

Geschlossene Teamleistung ebnet Weg zum Sieg

Der zweite Punktgewinn in Folge ist perfekt: Mit einer konzentrierten Energieleistung über vierzig Minuten bezwang Lich die angereisten Bayer Giants aus Leverkusen mit 94:84.

 

Gerade im dritten Viertel ließen die Mittelhessen nichts anbrennen und legten mit einer sowohl offensiv als auch defensiv ansprechenden Vorstellung den Grundstein für den siebten Saisonsieg. Bereits am ersten Spieltag konnten die BasketBären den favorisierten Giants ein Bein stellen, die als Tabellenzweite in die Partie gegangen waren.

 

Der von Achim Kuczmann trainierte Rekordmeister kam etwas besser in die Gänge und führte nach einem einhändigen Dunk von Brandon Nazione nach vier Minuten mit 10:4. Daniel Krause suchte wenig später entschlossen den Weg zum Korb und bestellte unter Bedrängnis den 9:10-Anschluss. Nach einem Offensivrebound von Damon Smith war es erneut Nazione, der frei von der Dreipunktelinie auf 17:11 erhöhte. Danach fanden die Bären immer besser ihren Rhythmus und führten nach einem tiefen Dreier von Blake Justice erstmals mit 19:17 (2:33 Minuten). Diesen Vorsprung verwalteten die Wetterstädter und gingen nach einem Korbleger von KK Simmons mit 29:23 in die Viertelpause.

 

Im zweiten Spielabschnitt stellte Bayer auf eine Ballraumverteidigung um, welche zunächst Sand ins mittelhessische Angriffsgetriebe streute. Nach Punkten von Nazione, Kerry Carter und Michael Kuczmann stand es 31:31 (7:09 Minuten). Erst Bjarne Kraushaars beherzter Zug zum Korb im Fastbreak sicherte die nächsten Punkte. Danach entstand eine Partie auf Augenhöhe mit wechselnden Führungen. Konsequentes Umschaltspiel und ein wenig Chuzpe von der Dreierlinie halfen den Bären, die Zonenverteidigung der Gäste zu knacken. Eine Minute vor der Halbzeitpause traf Krause einen seiner am Ende vier Dreipunktwürfe aus der Ecke zum 43:40. Bayers Nazione steckte nicht auf, verkürzte im Gegenzug per Hookshot und eroberte wenig später mit einem Tip-in die Führung zurück (45:43, 0:34 Sekunden). Durch einen Dreier Kuczmanns gingen die Giants mit einem knappen 48:45 in die Kabine.

 

Einer der Schlüssel zum späteren Sieg bestand darin, dass die Licher BasketBären nach dem Seitenwechsel Nazione weit besser unter Kontrolle bekamen. „Er hat uns mit seinen 19 Punkten und vielen Offensivrebounds in der ersten Halbzeit sehr wehgetan. Danach haben wir seine Wirkungskreise stark einschränken und Leverkusen eine Waffe im Angriff rauben können“, analysiert Trainer Lutz Mandler nach dem Spiel. 23 Zähler (bei 17 Rebounds) standen für Nazione am Ende zu Buche.

 

Fünf Punkte von Simmons nach dem Pausentee brachten die Gastgeber wieder in Front (52:50, 8:19 Minuten). Kurze Zeit später war es erneut der US-Amerikaner, der an der Grundlinie zwei gegnerische Spieler band und so mustergültig seinen Landsmann Lamar Mallory anspielen konnte. Dieser ließ sich nicht lange bitten, vollstreckte per Dunk und hängte Leverkusens Carter dabei sein drittes Foul an. Auch den fälligen Bonusfreiwurf verwandelte Lamar, der die Führung seines Teams damit auf neun Punkte erhöhte (61:52, 6:01 Minuten). In einer nun intensiv geführten Partie war es Justice, der Kuczmanns Pass abfing und im Fastbreak zu einfachen Punkten enteilen wollte. Bayers Alexander Blessig attackierte den Neu-Licher jedoch vehement, der das Spielgerät im Layup knapp verlegte. Mallory, der 14 seiner insgesamt 16 Punkte in der zweiten Halbzeit erzielte, war jedoch mitgelaufen und verwandelte den Fehlwurf seines Mitspielers per Tip-in-Dunk spektakulär. 74:59 stand es zum Viertelende.

 

Die letzten zehn Minuten eröffneten die Rheinländer mit zwei erfolglosen Distanzwürfen. Symptomatisch, vernagelte Lich doch nun nicht nur erfolgreich die Zone, sondern zwang Leverkusen zu vielen forcierten Dreiern bei am Ende schwachen Quoten (8/36, 22%). Simon Kutzschmars Korbleger zum 76:59 stellte bei noch neuneinhalb zu spielenden Minuten die höchste Führung dar. Eine Vorentscheidung war damit noch nicht gefallen. Stattdessen warf Leverkusen nochmals alles in die Waagschale und verkürzte durch Carter auf 70:81. Mallory und Martin erhöhten den Punktepuffer in Folge dessen wieder auf 15 Zähler. Zwei Dreier von Carter und Blessig aber ließen die Führung bei noch rund vier Minuten auf der Uhr wieder auf neun Punkte schmelzen (85:76). Rolf Scholz beantragte die letzte Auszeit des Spiels, musste weniger aber später zusehen, wie Carter im Pick-and-Pop Tim Schönborn assistierte, der von Downtown das 79:85 erzielte. Angeführt von Kerry Carter spielten die Kuczmann-Schützlinge in diesen Minuten ein energiegeladenes Power Play. Der US-Guard vollstreckte gut drei Minuten vor dem Ende aus der Mitteldistanz sogar auf 81:85.

 

Simmons, der mit 24 Punkten korbgefährlichster Schütze der Bären werden sollte, erlöste die Fans in der Dietrich-Bonhoeffer-Halle mit einem Korbleger zum 87:81. Mallory erkämpfte sich in der nächsten Sequenz einen Steal und hängte dem nun blasser auftretenden Nazione im Fastbreak das vierte persönliche Foul an. Beide fällig gewordenen Freiwürfe versenkte der Innenspieler und erhöhte damit wieder auf 89:81. Carter war jedoch nicht Willens, das Spiel bereits verloren zu geben und setzte mit einem spektakulären Slamdunk zum 83:89-Anschluss nach.

 

Marian Schick sicherte sich bei noch 1:25 Minuten auf der Uhr einen Offensivrebound nach Fehlversuch Mallory, wurde gefoult und erhöhte an der Linie auf 90:83. Die Giants hätten somit mindestens drei weitere Ballbesitze benötigt, um gleichzuziehen oder in Führung zu gehen. Beim nun folgenden taktischen Duell an der Freiwurflinie hielten die Nerven der Licher Akteure jedoch, weshalb Schicks Treffer von selbiger zwei Sekunden vor Schluss den 94:84-Endstand markierte. Zuvor wurden Mallory und Simmons unter dem tosenden Applaus der Fans ausgewechselt. Der erste Heimsieg seit November war in trockenen Tüchern.

 

Rolf Scholz: „Wir haben in den Verteidigung konsequent den Druck aufrecht erhalten und so viele Ballgewinne erzwungen. Leverkusens Leistungsträger waren am Ende ausgepowert, während wir auch Dank der Nachverpflichtungen durchrotieren konnten und mit hoher Intensität bis in die Schlusssekunden spielten. Es war ein Sieg des Kollektivs, weshalb ich auf die gesamte Mannschaft stolz bin. Das ausgeglichene Scoring ist nur ein Beweis dafür.“

 

Weiter geht es am kommenden Samstag (19:00 Uhr) mit einer Auswärtspartie gegen den Tabellenführer PS Karlsruhe LIONS. Eine Woche später folgt dann das nächste Heimspiel gegen Bayern München II.

 

Licher BasketBären: Kutzschmar (8), Kraushaar (2), Mallory (16, 13 Rebounds), Amaize, Justice (3), Schick (10, 10 Rebounds), Simmons (24, 5 Assists, 5 Rebounds), Krause (19, vier Dreier), Strangmeyer, Horstmann (5), Martin (7)

 

Lich, den 30.01.2017

 

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