Licher BasketBären – Saarlouis Royals (13.02.2016, 19:00 Uhr)

Richtungsweisende Partie gegen Saarlouis

 

Den Licher BasketBären steht ein packendes Duell ins Haus, wenn kommenden Samstag die von Dennis Mouget trainierten Saarländer ihre Zelte in der Wetterstadt aufschlagen. Durch den Sieg Speyers gegen Frankfurt bei parallelen Niederlagen von Weißenhorn (Rang 8), Würzburg (9.) und Lich (10.) ist die untere Tabellenhälfte vier Spieltage vor Hauptrundenabschluss eng zusammengerückt. Nur drei Siege trennen die Tabellenletzten aus Saarlouis von den Weißenhorn Youngstars, die mit vierzehn Punkten derzeit den hintersten Playoffqualifikationsplatz einnehmen.

 

Sowohl für die Avancen des Bärenrudels auf die Meisterschaftsrunde als auch im Hinblick auf die Ausgangslage in etwaigen PlayDowns gewinnt das Spiel so massiv an Bedeutung. „Wir haben uns in diese Saison Schritt für Schritt entwickelt und trotz vieler Verletzungsprobleme einen Teamspirit erarbeit, auf den wir stolz sein können“, resümiert Joan Rallo vor dem Match. „Unser Fokus lag und liegt natürlich auf den Playoffs. Gleichbedeutend damit müssen wir beweisen, dass wir besser als Speyer, Saarlouis und Co. sind, um die Klasse zu halten. Wenn uns das in die Playoffs bringt, ist das klasse. In jedem Fall ist es erklärtes Ziel, den Standort in der Liga zu halten!“

 

Der Cheftrainer des Bärenrudels spielt damit auf das Abschlussprogramm seines Ensembles an, in dem neben den Saarlouis Royals auch Speyer (Rang 11) und Dresden (7.) noch in der Dietrich-Bonhoeffer-Halle vorstellig werden. Doch zunächst liegt das Augenmerk auf dem saarländischen Aufsteiger des Vorjahres, den die BasketBären im Hinspiel mit 80:70 bezwingen konnten. Wäre die 34.000-Einwohnerstadt ein NBA-Team, so würde man Ricky Easterling mit Fug und Recht den Stempel des „Franchise-Players“ aufdrücken. Der US-Amerikaner zählt zum festen Inventar der Heinz-Becker-Länder, für die er seit 2007 auf Korbjagd geht. Ähnlich wie im Vorjahr überzeugt der 32jährige Spielmacher mit 22.1 Punkten, 4.2 Assists, 3.7 Rebounds und 1.6 Steals im Schnitt auf beiden Seiten des Feldes. Einziger Wehrmutstropfen sind Easterlings 4.7 Turnover pro Spiel, die sich mit Abstrichen auf seine hohe Einsatzzeit von 36 Minuten zurückführen lassen.

 

Um in dieser Spielzeit den Abstieg sportlich und nicht am grünen Tisch unter Dach und Fach zu bringen, verstärkten sich die Royals auf den Positionen unter den Brettern. Mit Frank Dwight Snow (Center) und Paddy Brennan Mc Elroy (Power Forward) wurden zwei weitere US-Boys ins Aufgebot der Gelb-Schwarzen bestellt, die zusammen rund 14 Abpraller pro Spiel sichern. Zweitbester Scorer und Rebounder ist indes Muharem Mujkanovic, dessen Rolle sich im Vergleich zum Vorjahr verändert hat. Stand der 28jährige Deutsche in der Hauptrunde des Vorjahres „nur“ 24 Minuten auf dem Parkett, sind es nun 33. Das Vertrauen seines Trainers zahlt er mit stabilen 12 Punkten bei 7.2 Rebounds zurück.

 

In dieser wichtigen Phase gilt es, die Kräfte zu bündeln. „Wir haben die Atmosphäre nach unserem zweiten Heimsieg gegen Weißenhorn genossen und sind den Fans dankbar, dass sie uns immer unterstützt haben“, kommentiert Rallo, der des Weiteren hofft, dass damit der „Heimfluch“ nach zuvor sechs verlorenen Spielen in Lich gebrochen sei.

 

Erschwert wird dieses Unterfangen einmal mehr von Fragezeichen, die hinter der Einsatzfähigkeit dreier Spieler stehen. Während Viktor Klassen wegen Knieproblemen aussetzen werden muss, konnte auch Lamar Mallory aufgrund muskulärer Beschwerden nicht am Trainingsbetrieb teilnehmen. Der Topscorer des Rudels (16.1 Zähler) fehlte bereits bei der 72:77-Auswärtsniederlage in Leipzig schmerzlich. Auch Simon Kutzschmar setzte das Teamtraining aus, will dieser Tage jedoch nach Möglichkeit wieder einsteigen.

 

So könnte es einmal mehr auf den Faktor des „sechsten Mannes“ auf den Rängen ankommen, um zwei wichtige Punkte an der Wetter zu belassen. Auf ein intensives Spiel können sich die Fans der Licher BasketBären wohl in jedem Fall gefasst machen.

 

Licher BasketBären – Saarlouis Royals

Samstag, 13.02.2016 – 19:00 Uhr

Dietrich-Bonhoeffer-Halle Lich

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