Uni Riesen Leipzig – Licher BasketBären (06.02.2016, 19:00 Uhr)

Topscorer-Duo der Liga stoppen

 

Als sich Simon Kutzschmar am vergangenen Samstag kurz vor Ende der Partie gegen Weißenhorn ein Herz fasste, zum Dreipunktwurf aufstieg, diesen versenkte und Lich damit auf die Siegerbahn katapultierte, herrschte Jeckenstimmung auf der Tribüne der Dietrich-Bonhoeffer-Halle. Cheftrainer Joan Rallo und seinem Team erging es ähnlich, dürften dem Bärenrudel nach dem ersten Heimsieg seit dem 26.09. des Vorjahres doch zentnerweise Steine vom Herzen gefallen sein. Zeitgleich geschah den Uni-Riesen aus Leipzig vergleichbares. Für die von Tuna Isler betreute Mannschaft war es der erste Sieg nach fünf Niederlagen in Serie. 77:73 hieß es am Ende aus Sicht der Sachsen, die so gegen die Saarlouis Royals hauchdünn die Oberhand behielten.

 

Garanten des Erfolgs waren dabei einmal mehr die Big Men der Riesen. Sascha Leutloff und Julian Scott markierten jeweils 21 Punkte. Auch im Thriller des Hinspiels (Lich verlor damals mit 83:85) waren die beiden mit zusammen 42 Punkten die Topscorer ihrer Farben. Es handelt sich um ein Muster, keinen Zufall: das Duo rangiert in der Kategorie „Punkte pro Spiel“ in der Südstaffel auf den Plätzen 1 (Scott, 22.3) und 4 (Leutloff, 18.4). Der US-Amerikaner Scott schreibt sich dank 10.2 Rebounds allabendlich ein lupenreines Double-Double in seine Statistiken. Leutloff ist mit einer Körpergröße von 202cm, einem 90kg Kampfgewicht und eingedenk seiner 32 Jahre weniger athletisch. Ausgeprägter Basketball-IQ und massenhaft Erfahrung machen diese Defizite jedoch spielend wett. Der ehemalige A2-Nationalspieler ging sieben Jahre für den Mitteldeutschen BC auf Korbjagd, bevor es ihn nach einer Saison in Jena (ProA) an die Pleiße zog. 7.1 Rebounds und 4.1 Assists runden Leutloffs Allrounderpaket ab.

 

„Leipzig startete mit zwei Niederlagen in die Spielzeit. Danach konnten jedoch acht der folgenden neun Spiele gewonnen werden“, analysiert Rallo den Saisonverlauf des kommenden Bärengegners. Seither ist bei den Wendestädtern seit einigen Wochen Sand im Getriebe: „Eine wie ich denke normale Entwicklung: zwar blieben die Riesen von größeren Verletzung verschont. Durch ihre Minutenverteilung ist jedoch klar, dass ihnen zum Ende der Runde etwas die Puste ausgeht. Da müssen wir mit unserer breiteren Rotation ansetzen.“

 

Tatsächlich stehen neben dem beschriebenen Topscorer-Duo noch zwei weitere Akteure mehr als 36 Minuten pro Spiel auf dem Parkett: Sascha Ansehl und Brandon Shingles. Während ersterer sich als Scharfschütze aus der Dreipunktedistanz verdingt (36%) versteht sich der 28jährige US-Amerikaner Shingles auf den Abschluss in Korbnähe (65%). Beide verteilen zudem 4.8 Korbvorlagen. Dahinter stehen mit Magnus Heinrich und Jonas Niedermanner noch zwei weitere Riesen über 22 Minuten auf dem Feld, bevor alle weiteren Rotationsspieler weniger als neun Minuten Einsatzzeit sehen. Leipzig verfügt somit über einen der kleineren Kader in der ProB, der durch seine hochklassige Besetzung in der Starting Five trotzdem noch alle Optionen auf einen Playoffeinzug selbst in der Hand hält.

 

Bei den Licher BasketBären steht auch in dieser Woche ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Lamar Mallory. Die Nummer 15 des Bärenrudels hatte sich im Fight gegen Weißenhorn zunächst unbemerkt eine Muskelverletzung zugezogen und befindet sich in medizinischer Behandlung. Nil Angelats, der verletzungsbedingt einige Minuten vom Feld musste, konnte unter der Woche jedoch beschwerdefrei trainieren.

 

Nach dem Ausflug nach Sachsen folgen zwei Heimspiele in Folge für die Wetterstädter. Am 13.02. gastieren die Saarlouis Royals in der Dietrich-Bonhoeffer-Halle, bevor eine Woche später die Dresden Titans ihre Visitenkarte abgeben werden. Beide Partien starten um 19:00 Uhr.

 

Uni Riesen Leipzig – Licher BasketBären

Samstag, 06.02.2016, 19:00 Uhr

Arena Leipzig

 

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