TEAM EHINGEN URSPRING-Licher BasketBären 91:71 (51:38)

Der Tabellenzweite aus Ehingen erweist sich als zu stark für die BasketBären

 

Die Licher BasketBären haben es nicht geschafft, den zweiten Auswärtssieg in Folge einzufahren.

 

Allerdings wäre ein Sieg beim Team Ehingen/Urspring auch eine Überraschung gewesen, spielt der ProA-Absteiger doch eine ganz starke Saison und steht auf dem zweiten Tabellenplatz der ProB-Südstaffel. Das sie berechtigt dort oben stehen, bekamen auch die BasketBären zu spüren, die bei der 71:91 (38:51)-Niederlage in Süddeutschland chancenlos waren. Trainer Joan Rallo Fernandez konnte zwar erstmals seit sechs Wochen wieder Kapitän Viktor Klassen in sein Aufgebot nominieren, setzte das Licher Urgestein jedoch noch nicht ein. Zusätzlich fiel Bjarne Kraushaar mit einer Sprunggelenksverletzung weiterhin aus.

 

Zu Beginn war es noch eine ausgeglichene Partie, was vor allem an Moritz Overdick lag. Der Nachwuchscenter bewies ein heißes Händchen von jenseits der 6,75 Meter Linie und verwandelte das Spielgerät dreimal in kurzer Abfolge in der Ehinger Reuse. So stand es fix 14:14 Unentschieden. In der Folge nahmen die Trefferquoten beider Teams jedoch unterschiedliche Wege. Während die BasketBären des Öfteren scheiterten, warfen sich die Gastgeber in einen Rausch und zogen bis zum Viertelende auf 26:16 davon.

 

Im zweiten Viertel war Lamar Mallory die prägende Figur auf Seiten der Wetterstädter und erzielte acht Punkte in Folge. Nach weiteren Zählern von Simon Kutzschmar und Konstantin Kovalev betrug der Rückstand der BasketBären nur noch 30:35.

 

Doch nun traten die Gastgeber das Gaspedal wieder etwas konsequenter durch und waren in ihrem Angriffswirbel nur schwer zu bremsen. Devon Lee Moore hatte den Taktstock fest in der Hand und spielte letztlich herausragende zwölf Assists. Dankbare Abnehmer waren vor der Pause immer wieder Daniel Berger und Christopher Wolf, sodass die hochprozentig treffenden Ehinger mit einer 51:38-Führung zur Pausenbesprechung gingen.

 

Nach dem Seitenwechsel ereilte die BasketBären eine empfindliche Schwächung, denn Mallory musste für einige Zeit verletzungsbedingt auf der Bank Platz nehmen. Ohne ihren offensiven Fixpunkt taten sich die Licher schwer und hatten auch in der Defensive Probleme in Brettnähe dagegenzuhalten. Der Tabellenzweite nutzte dies, um den Vorsprung konsequent auszubauen. Ehingen bot eine sehr homogene Leistung, kein Akteur spielte über 20 Minuten, sodass am Ende auch vier Spieler zweistellig scorten. Die Gäste wehrten sich tapfer, legten eine gute Einstellung an den Tag doch fehlte ihnen ein wenig die Treffsicherheit, um den Rückstand entscheidend zu verkürzen.

 

Vor dem letzten Viertel lag Lich mit 54:74 im Hintertreffen und konnte daran auch in den letzten zehn Minuten nichts entscheidendes mehr dran ändern, auch wenn Mallory noch einmal für einige Zähler aufs Parkett zurückkehrte.

 

Joan Rallo Fernandez: „Ich bin nicht unzufrieden mit der heutigen Leistung. Ehingen ist einfach ein Topteam und ein großen Favorit auf dem Aufstieg. Das haben sie heute wieder gezeigt. Sie hatten eine fantastische Trefferquote und haben einfach gut gespielt. Das muss man dann auch anerkennen, dass das in dieser Form nicht unserer Kragenweite ist, wenngleich wir natürlich beispielsweise bei den Rebounds besser hätten arbeiten müssen. Dennoch haben wir unsere Vorgaben größtenteils umgesetzt, keine gravierenden Fehler gemacht, eine gute Einstellung gezeigt und werden weiter hart arbeiten.“

 

Licher BasketBären: Kovalev (12), Kutzschmar (10), Klassen, Pjanic (5), Allen, Dörr (4), Mallory (21), Angelats (2, 5 Assists), Schick (7), Overdick (9), Mayer (1)

                                                                                             

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