TG Würzburg Baskets Akademie-Licher BasketBären 68:87 (48:35)

BasketBären zeigen ihr Auswärtsgesicht

 

Während in der Heimspielbilanz weiterhin nur ein Sieg auf der Habenseite steht, sind die Licher BasketBären in der Südstaffel der ProB auf fremden Parkett immer wieder für einen Auswärtssieg gut. So auch bei der TG Würzburg Baskets Akademie, die die Mannschaft von Trainer Joan Rallo Fernandez mit 87:68 (48:35) in die Schranken wies und somit den fünften Saisonerfolg einfuhr.

 

Dabei fing der Tag für die BasketBären, die gemeinsam den Sieg der NBBL-Auswahl der Basketball Akademie Gießen Mittelhessen in der Osthalle gegen Bonn/Rhöndorf verfolgten, denkbar ungünstig an. Verletzte sich bei diesem Spiel doch Nachwuchsplaymaker Bjarne Kraushaar, der unglücklich umknickte und die anschließende Reiße nach Bayern nicht mit antreten konnte. Zudem fiel kurzfristig auch noch Center Daniel Dörr aus.

 

Das Spiel begann zunächst ausgeglichen, auf Licher Seite war vor allem der seit dieser Woche mit einem deutschen Pass ausgestattete Elijah Allen sofort im Spiel. Der Allrounder erzielte die ersten fünf Punkte seiner Farben, doch auch die Gastgeber fanden das Netz der Licher, sodass es fix 7:7 stand, ehe erneut Allen zum 9:7 nachlegte. Der Mann mit der Nummer zehn war sprichwörtlich on fire und besorgte auch die nächsten vier Zähler seiner Mannschaft, sodass er schon nach fünf Minuten elf seiner letztlich 13 Zähler gesammelt hatte. Die Hausherren blieben jedoch dran und waren beim 16:17 in Schlagdistanz. Lamar Mallory und Konstantin Kovalev waren es schließlich, die mit einigen gelungenen Aktionen für eine 26:19-Führung der Bierstädter nach zehn Minuten sorgten.

 

Das zweite Viertel eröffnete aus Licher Sicht der starke Moritz Overdick mit einem krachenden Dunking und deutete damit an, in welche Richtung sich dieses Spiel entwickeln würde. Schließlich legte der Brettspieler sogar noch einen erfolgreichen Distanzwurf nach, ehe es ihm sein spanischer Aufbauspieler Nil Angelats gleichtat und ebenfalls vom Perimeter zum 34:23 vollstreckte. Die BasketBären hatten das Match in dieser Phase fest im Griff und setzten die Vorgaben ihres Übungsleiters hervorragend um. Körperlich und geistig waren die Spieler der Gästemannschaft voll da und wollten unbedingt den ersten Sieg im neuen Jahr einfahren. Doch die Baskets konterten zum 30:34, ehe es erneut der kaltschnäuzige Katalane Angelats war, der einen Dreier durch die TG-Reuse schweben ließ. Nur wenig später legte Alen Pjanic ebenfalls aus 6,75 Metern nach, sodass der Bärenvorsprung wieder anwuchs. Lich spielte weiterhin starken Basketball, ließ das Spielgerät gut laufen und fand einen guten Mix zwischen Inside und Outsidespiel. Mallory setzte mit einem krachenden Alley-Hoop auf Zuspiel von Simon Kutzschmar schließlich ein dickes Ausrufezeichen hinter die 48:35-Pausenführung der BasketBären.

 

In den ersten Sequenzen der zweiten Halbzeit hielt Lich einen zweistelligen Vorsprung, ehe die Gastgeber auf 45:53 verkürzten. Diesen kleinen Lauf beendete jedoch Topscorer Kovalev mit einem erfolgreichen Dreier, dennoch kam Würzburg noch einmal auf 53:58 heran. Das Spiel drohte nun zu kippen, doch die BasketBären bewiesen Charakter und setzten sich vor dem Schlussabschnitt wieder auf 63:55 ab.

Auch dort pendelte der Vorsprung beständig zwischen neun und elf Zählern, ehe erneut Overdick auf den Plan trat. Der Schlacks, der sich am Ende ein Double-Double in den Arbeitsnachweis schrieb, zeigte einmal mehr sein feines Händchen und schweißte in kurzer Abfolge zwei Dreier in die Korbanlage der Hausherren. Die daraus resultierende 75:59-Führung bedeutete schließlich die Entscheidung zugunsten der alles investierenden BasketBären.   

 

 

Joan Rallo Fernandez: „Die erste Halbzeit war wirklich brillant. Wir haben viele richtige Entscheidungen getroffen, toll als Team gespielt und die gute Trainingsleistung im Spiel bestätigt. Die zweite Halbzeit war etwas schwerer, Würzburg hat Druck gemacht, aber wir haben mit allem was wir haben dagegen gehalten. Darauf bin ich sehr stolz, denn wir hatten einige Ausfälle zu verkraften. Jeder Spieler hat einen Topjob gemacht. Moritz Overdick hat toll gespielt und Daniel Dörr famos ersetzt. Ich habe mich unter der Woche mit ihm und Max Mayer unterhalten und sie für ihre gute Arbeit gelobt. Sie entwickeln sich sehr gut und Moritz hat das heute mit seiner besten Saisonleistung gekrönt.“

 

Licher BasketBären: Kovalev (17), Kutzschmar (5), Pjanic (3), Allen (13), Dörr, Mallory (12), Angelats (11, 6 Assists), Schick (11), Overdick (15, 10 Rebounds), Mayer

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