Licher BasketBären-TEAM EHINGEN URSPRING 66:77 (35:40)

Steeples eine Nummer zu groß

 

Im letzten Spiel der Hinrunde unterlagen die Licher BasketBären gegen das Team aus Ehingen mit 66:77. Nur im ersten Viertel konnte das Rudel von Cheftrainer Joan Rallo erfolgreich Paroli bieten. Obwohl Lich kämpferisch nie aufsteckte wurden die drei restlichen Spielabschnitte verloren. Vor allem die schwache Dreierquote (4/28, 14%) brach den Gastgebern schließlich das Genick.

 

Zudem mussten die Mittelhessen ohne ihre Forwards Konstanin Kovalev und Lamar Mallory auskommen. Während Mallory aufgrund von Leistenproblemen aus Sicherheitsgründen pausierte, war „Konsti“ in Folge eines schweren Autounfalls am Freitag ausgefallen. Glück im Unglück: Der 20jährige konnte verletzungsfrei aus dem Wrack geborgen werden und seine Teamkollegen bereits am Samstagabend in der Dietrich-Bonhoeffer-Halle unterstützen.

 

Unterstützung erhielten die BasketBären überdies von rund zwanzig Flüchtigen der Erstaufnahmeeinrichtung Lich, die in dieser Saison zu jedem Heimspiel des Zweitligisten eingeladen sind. Ausgerüstet mit Trommeln, Holzklatschen, Tröten und gut geölten Stimmbändern schlossen sich die neu gewonnenen Fans dem Licher Fanclub enthusiastisch an. Joan Rallos erster Kommentar galt sodann auch den Zuschauern, deren Support er ausdrücklich lobte: „Wir sind traurig, wieder daheim verloren zu haben. Die Fans hätten es mehr als verdient, uns auch auf heimischen Parkett siegen zu sehen.“

 

Dafür waren die Steeples aus Ehingen an diesem Abend jedoch ein Quäntchen zu stark. „Nur unser erstes Viertel war überzeugend. Es gelang uns, Ehingen mit unserer Frische und Energie aus dem Konzept zu bringen.“ Nur 14 Punkte ließen die Bären in diesem Abschnitt zu, lagen bei noch 01:32 zu spielenden Minuten nach einem Dreier von Nil Angelats sogar mit 21:9 in Front. Der anschließende 5:0-Run der Gäste ließ das Polster bereits vor Viertelende schmelzen. Danach agierte die Mannschaft von Domenik Reinboth energischer auf beiden Seiten des Feldes. Ein Dreier von Christopher Wolf mit Brett markierte die erste Führung der Schwaben (28:29). Elijah Allen verkürzte vor der Pause nach einem starken Drive zum Korb auf 34:40 und stellte mit dem fällig gewordenen Freiwurf den Halbzeitstand her.

 

Zungeschnalzen war zu Beginn des dritten Viertels angesagt, als Devon Lee Moore seinen US-amerikanischen Landsmann Daniel Berger per Alley-Oop-Anspiel in Szene setzte und dieser krachend verwandelte. Sekunden später war es erneut Berger, der in der Zone nach Pass von Moore auf 37:46 erhöhen konnte. Lich agierte in dieser Phase in wechselnden Verteidigungssystemen, konnte die Gäste damit jedoch zu selten in Verlegenheit bringen. Letztlich war es jedoch die zu schwache Feldwurfquote von 34%, die den Rückstand konstant bei 8 bis 12 Zählern beließ.

 

Daran änderte sich erst spät im letzten Viertel etwas, nachdem Moritz Overdick, Marian Schick und schließlich Daniel Dörr in Brettnähe zu überzeugen wussten und auf 55:60 verkürzten (04:28). Im Gegenzug war es erneut Moore, der per Dreier postwendend auf 55:63 erhöhte. Ein Korbleger von Allen sowie verwandelte Freiwürfe von Angelats ließen eine Minute vor Spielende ein letztes Mal Hoffnungen keimen (64:71). Allen fing direkt im Anschluss gar den Pass Daniel Bergers ab und spielte Simon Kutzschmar im Fastbreak an. Dem 19jährigen flutschte die Murmel jedoch unglücklich aus den Fingern. Vier Punkte von Berger stellten den auch in der Höhe verdienten 66:77-Endstand her.

 

Mit vier Siegen rangieren die Licher BasketBären zur Saisonmitte damit auf Platz 10 der Südstaffel. Vier Punkte trennen sie von den Tabellenschlusslichtern aus Saarlouis und Speyer, nur zwei Zähler zu den hinteren Playoffrängen. Vor der dreiwöchigen Weihnachtspause stehen noch zwei Partien auf dem Programm. Nächsten Sonntag (13.12., 18:00 Uhr) reisen die Mittelhessen zum Derby nach Frankfurt. Am 19.12. gastieren die Giants aus Nördlingen in der Dietrich-Bonhoeffer-Halle (19:00 Uhr).

 

Licher BasketBären: Allen (22 Punkte), Kutzschmar (5), Overdick (6, 10 Rebounds), Kraushaar (1), Zimmer, Angelats (13), Schick (10), Dörr (6), Klassen (3), Mayer, Schaake

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